Wie Säumerpfad entstanden ist
Der Name Säumerpfad erinnert an die alten Handelswege der Schweiz, auf denen Kaufleute, Handwerker und Reisende nicht nur Waren, sondern auch Geschichten und Rezepte weitertrugen. Dieser Gedanke – dass Wissen durch Begegnungen wandert – steht im Mittelpunkt von allem, was wir tun.
Gegründet wurde Säumerpfad in Biel/Bienne, einer Stadt, in der sich zwei Kulturen und zwei Sprachen seit Jahrhunderten begegnen. Diese Durchlässigkeit hat uns geprägt. Viele der Rezepte, die wir in unseren Programmen vorstellen, stammen aus Haushalten, in denen Deutsch und Französisch gleichberechtigt nebeneinanderlagen – auf dem Tisch und in der Küche.
Ausgangspunkt war eine einfache Beobachtung: In vielen Schweizer Familien existieren handgeschriebene Rezeptbücher, die niemand mehr aufschlägt. Sie sind voller Details – Notizen am Rand, durchgestrichene Zutaten, Vermerke wie «mehr Salz als im Heft» – und voller Leben. Wir wollten diese Rezepte nicht nur dokumentieren, sondern sie wieder kochen.
So entwickelten sich nach und nach Angebote, die Reisenden und Einheimischen gleichermaßen offenstehen: ein Nachmittag in einer privaten Küche, ein Workshop zum gemeinsamen Festhalten von Rezepten, eine Reiseroute durch Dörfer, in denen alte Küche noch lebt. Ohne Eile, ohne Kurscharakter – als offene Begegnung.
Unsere Aufgabe
Überlieferte Rezepte aus der Schweiz zugänglich machen – nicht als Ausstellungsstücke, sondern als lebendige Erfahrungen, die sich jeder merkt, weil er mitgekocht hat.
Unsere Haltung
Kein Schnellkurs, kein Zertifikat. Wir glauben, dass Rezepte dann weiterleben, wenn sie in ruhigen, persönlichen Begegnungen weitergegeben werden – von Mensch zu Mensch.
Die Menschen hinter den Erlebnissen
Unser kleines Team verbindet Leidenschaft für kulinarisches Erbe, regionale Geschichte und persönliche Begegnung.
Markus Ruegg
Gründer & Gastgeber
Aufgewachsen in einem Bieler Kochhaushalt, sammelte Markus jahrelang alte Rezeptblätter und Kochbücher aus der Region. Er führt die Familienerlebnisse persönlich durch.
Sophie Baumgartner
Kulturvermittlung & Routen
Sophie studierte Ethnologie und hat die mehrtägigen Rezeptreisen aufgebaut. Sie kennt viele der beteiligten Familienhaushalte persönlich und pflegt die Netzwerke in den Dörfern.
Lena Frei
Dokumentation & Rezepthefte
Lena sorgt dafür, dass jede Geschichte hinter einem Rezept auch auf Papier landet – sorgfältig gestaltet, so dass die Rezeptkarten zu echten Erinnerungsstücken werden.
Was uns wichtig ist
Einverständnis der Gastgeber
Wir arbeiten nur mit Familien und Haushalten zusammen, die ihre Rezepte und Küchen bewusst öffnen. Kein Erlebnis findet ohne ausdrückliches Einverständnis statt.
Respekt vor Überliefertem
Rezepte werden so weitergegeben, wie sie überliefert wurden – mit allen Eigenheiten, Varianten und Abweichungen. Wir glätten keine Unregelmässigkeiten.
Kleine Gruppen
Jedes Programm ist auf wenige Teilnehmende ausgerichtet, damit der persönliche Charakter erhalten bleibt. Großgruppenveranstaltungen bieten wir nicht an.
Regionale Zutaten
Die verwendeten Zutaten kommen, wo möglich, aus der näheren Umgebung. Das entspricht dem Ursprung der meisten Rezepte und verbindet Geschmack mit Ort.
Datenschutz & Privatsphäre
Personenbezogene Daten werden nur für die Erlebniskoordination genutzt und nicht an Dritte weitergegeben. Die Schweizer Datenschutzgesetzgebung (DSG) wird eingehalten.
Transparente Preise
Alle Preise sind klar ausgewiesen und beinhalten alles Notwendige – keine versteckten Aufpreise, keine nachträglichen Zusatzkosten.
Kulinarisches Erbe in Biel/Bienne und der Schweiz
Die Schweiz besitzt eine ausgesprochen vielfältige Esskultur. In den Kantonen, Regionen und Tälern haben sich über Jahrhunderte eigene Gerichte, Würzungen und Küchenpraktiken entwickelt – beeinflusst durch Nachbarländer, Migrationsbewegungen und die Eigenheiten des Klimas. Diese Vielfalt ist in Familienküchen noch spürbar, auch wenn sie selten in Kochbüchern auftaucht.
Biel/Bienne liegt an der Sprachgrenze zwischen der deutschen und der französischsprachigen Schweiz. Diese Lage macht die Stadt besonders interessant für kulinarische Überlieferungen: Hier treffen Berner Hausmannskost und Romand-Einflüsse aufeinander, manchmal im selben Rezeptbuch.
Bei Säumerpfad arbeiten wir daran, diese Vielfalt in lebendiger Form zugänglich zu machen. Unsere Erlebnisse richten sich an Menschen, die mehr sehen wollen als Museen und Restaurantmenüs – die mitkochen, fragen und zuhören möchten. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.
Lernen Sie uns besser kennen
Haben Sie Fragen oder möchten Sie ein Erlebnis planen? Wir antworten auf jede Anfrage persönlich.
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